Mond

„Kühl, ruhig und immer da“

 

Was erhoffte ich mir von Beziehungen? Was waren meine unerfüllten Sehnsüchte.

Jemanden für die glücklichen Stunden zu finden war einfach, aber für die schweren Zeiten?

Du flüsterst mir zu „keine Angst, du weißt doch in welche Situation ich bin.“. Ich hatte keine Sorge dass du es Ernst meinen könntest, ich hatte Sorge dass du es NICHT ernst nehmen würdest. Und so kam es. Nachdem die Intimitätsgrenzen überschritten wurden war, begann wieder das quälende Schweigen was ich schon aus der Vergangenheit aus anderen Liebes-Kurzgeschichten kannte und immer gleich zu verstehen war: das anstehende Trennungsgespräch. Und mein Leben schrieb Liebes-Kurzgeschichten, die dann meist mit Worten endeten: du hast etwas besseres verdient, ich kann das nicht zurückgeben. Die Sätze aus dem Buch „Sätze die man beim Schlussmachen nicht sagen sollte“. Ich nehme sie zu Herzen und verstehe dass ich an mir arbeiten muss, ziehe Lehren aus einer unausgeglichenen Beziehungs-Mixtur… Weder sauer, noch salzig oder süß soll sie sein.

Es war schwer die mit Zeit, Geduld und Vertrauensarbeit aufgebaute Nähe wieder abzubauen und zurückzurudern zu einem Status „Freundschaft“, welchen ich erzwingen muss anzunehmen und als richtig zu empfinden. Die Arbeit mit der Selbsthilfegruppe lehrte mich Geduldsamkeit, Achtsamkeit, Verständnis… eben mal nicht sofort zu reagieren und die aufkommende Hitze Luft zu machen, um sie später teuer mir Reue und Verlust bezahlen zu müssen.

Gefühle machen es kompliziert… dann sagt man plötzlich nicht mehr was man denkt, überlegt stundenlang wie man ausdrückt was man fühlt… obwohl es eigentlich nur eines zu sagen gibt „Ich vermisse dich.“ Und dieser Satz erklärt alles, alle Wut, alles schräge Verhalten. Der Psychoanalytiker würde jetzt natürlich fragen, was man denn genau vermissen würde und ob man sich selbst nicht genügen würde. Ja, ich mag mich… berühre mich gern selbst, beruhige mich selbst durch Lauschen meiner eigenen Stimme, unterhalte mich und ärgere mich auch, funktioniere mit und ohne dich, kann auch alleine zu Bett gehen und einschlafen und mir die Schuhe zu binden. Aber macht es Sinn diese totale Isolation, sind wir nicht soziale Wesen deren Natur es ist gemeinsam zu bauen und sich zu beschützen?

Einsamkeit ist weit verbreitet, aber wer gibt das schon offen zu.

Kuscheln ist toll, zu zweit noch toller… und mit gemeinsamen Träumen ergibt es ein harmonisches Traumknäul was wie ein WunderMittel wirkt und gebrochene Herzen heilt, Abwehrkräfte stärkt, gegen Süchte wirkt oder süchtiges Verhalten und gleichzeitig körpereigene Drogen freisetzt.

Ich würde dir so gerne sagen wie sehr ich dich vermisse und ich leide, weil ich die Worte wie einen prallen Luftballon in mir halten muss. Vielleicht sage ich es dir trotzdem irgendwann, obwohl ich glaube du weißt es eigentlich schon. Meine Sprache der Liebe kommuniziert nicht mit Worten, sie schreit in Taten. Ich mache dir einen Kaffee, geb dir mein Kissen, putze meine Wohnung, versuche die beste Version von mir selbst zu sein… ich könnte das alles auch nur für mich machen, aber das wäre wie eine Batterie die sich selbst auflädt… ich will sie aber abgeben, das fühlt sich richtig an.

 

Wofür gehe ich zur Schule

„What I go to school for?!“

Reading Ed Sheeran’s „A Visual Journey“ and it reminds me ones again how much I’m in conflict with our school system and how many of my creative young years I wasted for school and homework with not enough support or time/energy(?!) besides my personal school-horror for my positive energy and passions. I made photos and worked hours and days on short video clips I presented on our last schoolday… but that’s it. I’m not a huge fan of Ed Sheeran, but this book (and I try to believe the story) is very inspiring… he worked hard and for now I don’t believe I can work so hard for my dreams. Support helps… so mentally support your loved ones if you see the real potentials. It’s a small act but can make the difference where they end. 💛

 

„But from a very young age, I thought, ‘All I am is a statistic for the school in the Ofsted ratings.“
Ed Sheeran „A visual Journey“

Quelle:

 

 

Alter Keks

Pünktlich fünfzehn Uhr dreizig trifft sich die Familie an Omas Kaffeetisch. Jeder hat sein Platzdeckchen und einen Pott Kaffee… ich und Mama schwarz ohne Zucker, Papa mit Zucker und Kaffeesahne, Oma  mit ihrem speziellen Kaffeecocktail aus fünfzig Prozent Bohnenkaffee und Cappuccino-Pulver. In der Mitte steht eine alte Lebkuchen-Dose mit Cookies vom ALDI und einem alten selbstgebackenem „dünnen Zucker-Gebäck“, nach Omas altem Backstuben-Rezept.  Neugierig dennoch vorsichtig beschnuppere ich  das antik gewordene Gebäck mit folgendem Kommentar: „Wann wurde der gebacken?“. Oma erwidert „Vor an­dert­halb Jahren. Der ist noch gut.“ Papa kann es sich nicht verkneifen und entgegnet: „Bei Oma wird nie was schlecht und diese Plätzchen riechen schon so, wenn man sie frisch aus dem Ofen nimmt.“  Der Geruch ist von Schmalz geprägt aus dem das Gebäck zu nahezu hundert Prozent zu bestehen scheint. Oma kommt aus einer Kriegs-Generation. Mir kam es so vor, dass alle Rezepte mit Zucker, Wasser und Mehl auskommen mussten. Die Zugabe von Ei und Nüssen sowie Vanille-Aroma war dann schon Luxus.
Zögerlich knabbere ich ein Stück vom Gebäck, erwarte einen ranzigen Geschmack und stelle überraschend fest, dass es noch ordentlich schmeckt, nicht köstlich, aber entsprechend meiner niedrigen Erwartungen: Astronautengebäck.  Oma kaut genüsslich die andere noch recht knusprige Hälfte.

Generation Krieg schmeißt nichts weg und faltet Plastiktüten und Geschenkpapier zu Wiederverwendung. Es gab auch noch Zeiten da wurden Socken gestopft, Strumpfhosen-Laufmaschen geklebt und Radios repariert… heute sagen wir „Kauf doch neu, ist billig.“ Manchmal heißt es sogar „Kaufen, ist billig… brauch ich zwar nicht, aber hey ist billig und wenn du zwei kaufst sparst du sogar zwanzig Prozent pro Produkt und hast zwei Dinge die du nicht brauchst.“

Grüße von der 85er Generation