schwarzer Freitag – vEr-R_ücKT

Hinter der moralischen Verdammung des Black-Friday-Konsums verbirgt sich häufig Klassenhass, mindestens jedoch peinlich verkürzte Konsum- und Kapitalismuskritik.

Hengameh Yaghoobifarah
https://taz.de/Konsumverhalten-am-Black-Friday/!5641270/


Wenn am Black Friday Waren zu einem Preis angeboten werden, zudem sie weder fair hergestellt noch transportiert werden können, dann hilft es den „ärmeren und armen“ Bevölkerungsschichten nicht, da beißt sich die Katze in den Schwanz. Der Black Friday bei Amazon ist nur möglich weil Mitarbeiter die ohnehin schon zu wenig gewertschätzt werden zum Mindestlohn arbeiten und an diesen Tagen Überstunden machen müssen, zudem Tage danach ggf. die Retour Hölle losgetreten wird.
Black Friday nutzt also nicht wirklich… Weder Menschen, noch Natur… Aber eine riesen Marketing Aktion, die wieder nur den Konzernen in die Hände spielt. Black Friday Rabatte sind jenseits von Gut und Böse. Verantwortungsvoller Konsum für alle muss das ganze Jahr möglich sein, wenn ich das richtig überblicke handelt es sich beim Black Friday auch oft um Luxusgüter… Außer die Waschmaschine, aber die kauft man sich ja auch nicht jedes Jahr und die kostet nun mal was sie kostet… Rabatte gehen auf kosten von Natur und Arbeitskraft.

Randnotiz: ich weiß aus erster Hand, dass der Endpreis von Produkten oft viel höher ist, als Kosten für die Herstellung anfallen und selbst teure Markenwaren nicht gleichbedeutend mit fairer Bezahlung in der Herstellung und Wahl nachhaltiger Rohstoffe sind… leider. Die Kosten für Marketing übersteigen bei weitem die Herstellungskosten. :/


Mein Kommentar entstand unter diesem Zitat gepostet vom feministischen Wahlomaten @statt_blumen (Instagram)


Ich ergänze, lösche den aber wieder…

Wo soll allerdings der Druck herkommen, wenn nicht von der breiten konsumierenden Masse… denn wenn der Großteil der Bevölkerung die Angebote nutzt und Geschäfte am Black Friday stürmt (und das kann man wörtlich nehmen) ist das auch ein klares Signal an Politik und Wirtschaft und heißt übersetzt: Die Menschen wollen das es so läuft, es ist alles in Ordnung und wir können das so weiterlaufen lassen, die Bevölkerung hat das so gewollt. Oder wie war das noch mal mit Nachfrage bestimmt das Angebot und der Einkaufszettel ist auch ein Stimmzettel? Wir leben in einer Demokratie und der Markt regelt das tatsächlich auch über die Nachfrage… wenn es keine Nachfrage gibt, wird auch nicht verkauft bzw. das Angebot der Nachfrage angepasst (siehe auch vegane Alternativen dank Nachfrage). Wenn ein paar wenige wache Aktivisten sich kümmern, passiert nicht viel… der Großteil der Bevölkerung muss mitmachen und fordern. Ich weiß das Konsumkritik bei der Klimakrise-Aktivismus auch nicht mehr betrieben werden soll, weil die Kritik eben auch sofort auf Widerstände stößt und die Leute dann wie bockige Kleinkinder erst recht konsumieren… Wenn nicht alle mitziehen, dann sieht es so aus wie aktuell in der Klimapolitik, schlechte Kompromisse die nicht reichen um die Ziele zu erreichen. Weiter aufklären, das so ein Black Friday eben gerade ärmeren Menschen schadet… wer Billigkonsum fördert, fördert auch Lohndumping. Ich bin auch kein Gutverdiener btw., Konsum auf Kosten noch ärmerer Menschen geht halt einfach nicht, nur damit ich billig kaufen kann… zumal gerade Technik schon extrem billig geworden ist über die Jahre. Spiegelreflexkameras haben mal über 1.000 Euro gekostet, jetzt kosten die teilweise 250 Euro das ganze Jahr über ohne Rabatt, das müsste jedem klar sein, dass das nicht fair produziert sein kann. Black Friday ist Über-Konsum-Tag… wie haben wir in der 90ern ohne diesen Tag überlebt? Konsum hat Ausmaße angenommen, die nicht mehr OK sind.

Ich gebe zu, meine Reaktion ist nicht frei von verbaler Gewalt/Aggression macht mich irre dieses System… die aktuelle Form des Kapitalismus is son bissel wie ein Pakt mit dem Teufel zu schließen…
siehe auch das Video

Wir sind auch nicht Pro (Turbo)Kapitalismus. Im Gegenteil, wir wünschen uns einen Systemwandel. Wir möchten aber dazu aufrufen, vor allem Politik und Unternehmen in die Pflicht zu nehmen.

statt_blumen auf Instagram möchte weg von der Kritik am Konsumenten… sondern ruft dazu auf stattdessen Politik und Unternehmen in die Pflicht zu nehmen.

oder anders ausgedrückt…

@statt_blumen aber geht das nicht am besten, indem man durch seinen Kassenzettel auch als Stimmzettel einsetzt und somit Unternehmen als auch Politik unter Druck setzt? Wenn die breite Masse diesen Black Friday gerade so annimmt wie er ist, dann ist das auch ein klares Signal an Politik und Konzerne, nämlich: „Wir wollen das so und nutzen sehr gerne den Black Friday, weil Geiz ist geil.“ Im übrigen habe ich mal den Artikel zu diesem Artikel gelesen… der endet mit den Worten der Autorin: „Ich jedenfalls habe mir nach jahrelangem Geiern diese Woche endlich die Designerstiefel gegönnt, die eigentlich so viel wie mein Monatseinkommen kosten und dank Cyber Week nur noch so viel wie ein Paar Sneaker.“ uhm ja. die Leute stehen hier nicht für Brot und Wasser an, sondern wollen billige Luxuswaren, vielleicht müssten wir uns erst mal darauf einigen, was die Menschen wirklich wirklich brauchen, da darf auch gerne etwas Luxus dabei sein oder eben auch eine etwas günstigere Waschmaschine… aber ich denke den meisten schwebt am Black Friday eher was anderes vor… und davon ggf. auch noch 3 mehr weil er so billig ist. Sagt sogar die Autorin… aber ja, eine Black Friday Kritik ist vielleicht tatsächlich zu verkürzt und packt das Problem nicht an der Wurzel.

Crazy – von Gnarls Barkly
auf youtube (Kanal von Atlantik Records)📺

[..] I remember when I lost my mind
There was something so pleasant about that place.
Even your emotions had an echo
In so much space

Does that make me crazy?

Possibly [radio version]
probably [album version]

And I hope that you are having the time of your life
But think twice, that’s my only advice

Come on now, who do you, who do you, who do you, who do you think you are,
Ha ha ha bless your soul
You really think you’re in control

Well, I think you’re crazy
I think you’re crazy
I think you’re crazy
Just like me

Writer(s): Gian Franco Reverberi, Gian Piero Reverberi, Thomas Decarlo Callaway

Gänsehaut von Engeln und Dämonen geküsst

Gestern Nacht hatte ich drei mal hintereinander Gänsehaut… Robbie Williams LIVE in Knebworth, die Musik DVD hatte ich mir damals sogar gekauft und die Konzertverfilmung zieht mich immer noch in den Bann, sogar ohne Bild. Wenn ich den Tonaufzeichnungen auf einem Musikstream-Dienst lausche kräuselt sich meine Körperbehaarung und ich bin wieder verliebt, weil der Funke überspringt, das Herz mitschwingt, die Stimmbänder auch, die Ohren etwas größer werden und der Rest des Körpers mitleidet oder mitrockt, was man übrigens mit schütteln, schwingen, schaukeln und mitreißen übersetzen kann, das klingt nicht mehr ganz so kühl (cool hihi), aber dann versteht es auch Oma.

Wie es Robbie Williams schafft diese Gefühlswellen in die Menge zu tragen, als hätte er zu viel davon übrig…

… achtet man jedoch auf seine Worte, so dürstet er nach Liebe … und so bewegt er sich immer zwischen Himmel und Hölle… hatte ich vergessen, dass ich mir damals sogar die Biografie „Angels & Demons“ von Paul Scott in Englischer Sprache in Schottland gekauft hatte. Demnach hatte ich schon immer eine Schwäche (und das kann man wirklich wörtlich nehmen… ich werde schwach) für britische Nordlichter die mit dunklen Dämonen zu kämpfen hatten mit dem Kopf in den rosa Wolken rumfliegen … Elton John, Ed Sheeran, Lewis Capaldi und…

I sit and talk to God
And He just laughs at my plans
My head speaks a language
I don’t understand

I just wanna feel
Real love feel the home that I live in
‚Cause I got too much life
Running through my veins
Going to waste

I don’t wanna die
But I ain’t keen on living either
Before I fall in love
I’m preparing to leave her

Scare myself to death
That’s why I keep on running
Before I’ve arrived
I can see myself coming

Feel von Robbie Williams

Allesamt schafften es meine Körperoberfläche auf magisch, wundersame Weise zu verändern, wenn sie sprachen… es hatte nicht viel mit Äußerlichkeiten zutun, sondern eine Aura… eine Aura der gebrochenen Herzen vielleicht. Wollte ich doch jüngst erst ein Heartbreak Hotel aufmachen… sie könnte Abends auf der Hotel-Bar-Bühne stehen im schummrigen, warmen Licht…

I want you to do one ting for me. When I say alcohol, I want the whole place to say : YEEEEASSS!
ALOHOL! (Audience/Crowd: YES!) 2x 🙌
And when I say drugs, I want you to say buh :( … (Crowd: buh…) 😔

drugs …buh
alcohol… yeah
drugs… buh
alcodrugs…. Ahh 🤔

Me and my monkeyyyyy 🎶 (Spotify)

Is anybody in love in the audience tonight?
You two down there? How long did you go out with eachother?
MARRIED 10 YEARS! You look great together. This is for you: she’s the one.

(points out the couple) That’s entertainment right there… that’s beautiful.

I want you to remember the night, ‚cause I will next time somebody writes something shitty or negative about me.
This is kids… COMMON!

The next song was written for one reason or another, I wasn’t feeling so well, but I got to tell you that right now and through ever since a long time now, a couple of years , I’ve been feeling absolutly amazing. I am… tonight I am possibly the happiest man on the planet… and that’s because of many reasons:
it’s cause I’ve got a great band, it’s cause I’ve got a great management, I’ve gotta great crew, I’ve gotta great family, I have got great friends and most importantly you buy my records… in a minute, I wanne say, I never seen an audience [..] that enjoys themselfs as much you do [..] … Thank you so much.

Live in Knebworth 2003

I want you to remember something for me: This is Robbie Williams, this is what I do for living, right here: I’m a singer, I’m a songwriter and I’m a born entertainer! THIS IS WHAT I DO

Robbie Williams „Live At Knebworth“ vor dem Song „Feel“ 🎶 (Spotify)