Archiv der Kategorie: Gedankenspam

Mentale Gesundheit und die Klimakrise – Klimaangst besiegen

#facetheclimateemergency
#FACEtheClimateEmergency

Erinnerung: die Klimakrise ist da… ich aber allen voran viele Aktivist:innen und Wissenschaftler:innen warnen seit Jahrzehnten vor den Folgen des sich unnatürlich schnell verändernden Klimas und der Zerstörung der Umwelt/Mitwelt durch massive Einflüsse des Menschen, der Wirtschaft, der Industrialisierung. Die Folgen der fortschreitenden Klima- und Umweltveränderungen werden weitere Pandemien zur Folge haben, Dürren, extreme Wetterereignisse, Ernteausfälle, Massenaussterben von Tieren, Zerstörung der Biodiversität wie sie für Lebewesen notwendig, die aktuell den Plant Erde ihre Heimat nennen… daraus resultieren Kriege, Flüchtlingsströme, Hunger, Verschärfung sozialer Ungerechtigkeiten und vieles mehr.

Gott/Meine höhere Macht, wie ich sie verstehe, gebe mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Den Mut Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Gelassenheits-Spruch der 12-Schritte-Gruppen nach Vorbild der AA (Anonymen Alkoholiker)
dunkle Wolken
Klimaangst – Wenn Zukunftsängste Stück für Stück real werden. Was tun, wenn dunkle Wolken aufziehen sowohl in der realen Welt als auch im Kopf?

Da steckt kein Plan „von den da oben dahinter“. Auch „die“ Politik ist noch immer nicht angemessen auf die kommenden Krisen vorbereitet. „Die“ Wirtschaft, „der“ Markt reagiert in einigen Bereichen, auch die Bürger:innen übernehmen immer mehr Verantwortung und schließen sich Protestbewegungen (Fridays for Future, Extinction Rebellion (XR), Greenpeace, doughnuteconomics.org, weitere Anlaufstellen siehe Anhang ) an.

Ich setze „die“ in Anführungsstriche, weil es keine homogene Masse gibt, keine volle Kontrolle, keine absolute Macht… der Einkaufszettel ist auch ein Stimmzettel, jede Stimme kann Einfluss nehmen.

BE PREPARED Tu was, fang damit an dich zu informieren und darüber zu sprechen (gewaltfrei und offen <3). Erkenne deine Machtlosigkeit, aber auch die Macht und Weisheit, dass du anfangen kannst Dinge in deinem Leben zu verändern mit Nachwirkungen auf dein Umfeld.

Sinnemanie


Anhang

www.apa.org | MENTAL HEALTH AND OUR CHANGING CLIMATE: Imapcts, Implications, and Guidance – March 2017 (PDF)

Träumen, planen, umsetzen: Marek Rohde und Ilona Koglin, Journalist:innen und Öko-Soziale Medienmacher:innen aus Hamburg helfen Dir dabei :) hier lang –> faironomics.de

Was kannst du tun?

Informieren, darüber sprechen und mental vorbereitet sein

  • klimafakten.de
  • IPCC Berichte
  • folge Wissenschaftler:innen und Forschungsstationen wie z.B. Michael E. Mann oder Stefan Rahmsdorf

Politisch aktiv werden

  • Umweltdemos (FFF, XR, Ende Gelände, Campact e.V.)
  • Proteste und ziviler Ungehorsam
  • Boykott von klima- und umweltschädlichen Konzernen/Konsumgütern
  • Petitionen erarbeiten, teilen, unterschreiben (change.org, epetionen beim Bundestag, campact e.V.)
  • Aufklärungsarbeit (Blog, Flyer, Dokus, Social Media Arbeit, Kunst-Projekte)
  • Festivals besuchen und unterstützen die Umweltbewusstsein fördern
  • lokale/regionale Bio-Produkte kaufen/fördern/bewerben
  • Partei beitreten
  • Transparenz fordern (lobbycontrol.de, abgeordnetenwatch.de, transparency.de)

Politische Veränderungen antreiben durch Proteste und Petitionen, also jenen eine Lobby geben, die aktuell keine haben. Werde „laut“ und übe Druck auf die Menschen aus, welche in Machtpositionen sind. Nutze ggf. deine eigene Prominenz und Reichweite, um die „Massen“ zum nachdenken, weiterdenken und mitmachen zu animieren.

An Lösungen mitwirken, welche die Umweltschäden und Klimaerwärmung eindämmen oder nachhaltiges wirtschaften und leben ermöglichen… im kleinen wie im großen Maßstab

  • Baumpflanz-Projekte
  • smart City Projekte für nachhaltige Städte
  • Repair Café
  • Doughnut Economics Action Lab – neue Wirtschaftsformen voranbringen
  • Partei beitreten
  • Bürger:innen Versammlung gründen
  • startnext Projekte für neue Lösungen und nachhaltige Konsumprodukte unterstützen oder selbst Produkte entwickeln
  • Netzwerken anschließen, welche ein faires wirtschaften voranbringen wie z.B. send-ev.de

Privilegien und Fußabdruck prüfen, hinterfragen und aktiv verbessern

  • Wieviele Sklaven arbeiten für mich?
  • CO2 Rechner für Flugreisen
  • faire Mode
  • Plastikverbrauch
  • Ernährung und Lebensmittel prüfen und welchen Einfluss sie auf Mensch, Tier, Natur/Landschaft/Böden/Trinkwasser/Biodiversität haben

Kleinere Änderungen im Alltag

  • Transportmittel überdenken (Umstieg auf Fahrrad/Lastenrad möglich)
  • ökologische Reisen planen
  • vegan/vegetarische Tage einplanen… Ernährung Stück für Stück umstellen
  • Stromanbieter wechseln
  • Kleiderschrank ausmisten
  • Spenden-Plan (An welche Organisationen möchte ich über das Jahr verteilt Geld, Zeit oder Material spenden?)
  • ehrenamtliche Tätigkeit
  • ökologisches Hobby zulegen oder ein Hobby welches Umweltbewusstsein und Achtsamkeit fördert und gleichzeitig glücklich macht (Müll sammeln in der Gruppe, Tiere beobachten, Kunst für Umweltaufklärung, Achtsamkeits- und Entspannungskurse, vegan kochen, Gartenarbeit )
  • zu einer nachhaltigen „Öko“-Bank wechseln
  • Verpackungen und Müll reduzieren z.B. indem man bei Läden einkauft die auch unverpackte Lebensmittel anbietet
  • auf Öko-Siegel beim Einkauf achten
  • persönliches CO2 Budget prüfen und optmieren
  • mehr Tipps für den Alltag hat utopia.de

Liste wächst und wächst…

Und ganz wichtig…

Positiv, optimistisch und lösungsorientiert denken. Umwelt- und Klimaschutz kann Spaß machen. Finde deine ganz persönlichen Stärken und Kompetenzen und wie du sie bestmöglich in Klima- und Umweltschutz einbringen kannst.

Die Welt braucht keine Millionäre – eine Neid-Debatte?

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehende Wirtschafts-Krise hat uns immernoch im Griff und da kocht auch wieder die Frage hoch, wie das alles zu bezahlen sei. Es ist dann natürlich naheliegend dahin zu schauen, wo das meiste Geld liegt: bei den Millionären. Laut Studien besitzen etwas ein Prozent der Menschen weltweit 40 Prozent des Vermögens. Wie kann das gerecht sein?

Eine Debatte auf Facebook… ich habe meine Antworten dazu hier verarbeitet. Ich antworte auf einen Kommentar der impliziert, dass wir vergleichsweise leistungsschwachen Arbeitnehmer ohne reiche Unternehmer keine Arbeit hätten und somit abhängig von reichen Menschen sind. Zugegeben, ich überspitze meine Antwort etwas… ich fühlte mich nie als Sklave , obwohl einige 3 Jahre Arbeit in einem unbezahlten oder mit 400 Euro/Monat bei 40 bis 70 h pro Woche Arbeit mit verantwortungsvollen, selbständigen arbeiten wohl unter Sklaverei verbuchen würden. Meine Recherchen ergaben allerdings, dass es auch noch echte Sklaverei gibt: Menschen arbeiten unter unwürdigen Bedingungen für einen Hungerlohn am Fließband und teilweise ist der Arbeitsdruck so hoch, dass sie entweder am Arbeitspensum frühzeitig erkranken und sterben oder sich selbst umbringen, siehe auch die Doku „Death by Design“.

Und ohne Die?
Hätten die dann gar keinen Job, wenn man deiner Logik folgt.

anonymer Kommentar auf facebook unter @dietwitterperlen

Müssen wir dem Meister also huldig und dankbar sein, dass er auf den Rücken von Sklaven sein Vermögen vergrößert. .. einen Hungerlohn zahlt und sich selbst ganz viel raus nimmt. Sklaverei gibt es immernoch, und das zu hinterfragen hat nichts mit Neid zutun, das zu hinterfragen ist angemessen. Ein gutes Gehalt mit Fleiß und ehrlicher Arbeit um ein angemessen gutes Leben zu führen sei jedem gegönnt. Anhäufung von Reichtum schadet allerdings, allen einschließlich dem Menschen, der gierig anhäuft. Und btw. ohne billige Arbeitskräfte gäbe es auch keine*n Millionär*in. Die reiche Person zieht den Karren nicht, die arbeitenden Menschen tun dies, der Boss kann aber lenken/führen/leiten… rechtfertigt aber keine 100-fachen Gehaltsunterschiede, wie soll da eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe je möglich sein? Und um das ganze Bild zu betrachten: wir sind alle ein Rädchen in der Geldmaschine… wie ein Kommentar zuvor: geht die Ungleichheit weiter so verlieren wir am Ende alle. Es sollte somit nicht nur ein Mindestlohn sondern auch ein Maximal-Gehalt geben… soviel kann man gar nicht arbeiten und Verantwortung tragen, wieviel Geld manch einer im Monat nur mit Zinsen „verdient“… das geht auf Kosten des Allgemeinwohls und das Geld fehlt dann an anderer Stelle. Und reiche Menschen können sich alles kaufen… und somit massiv politischen Einfluss haben, der die Demokratie gefährdet. Soviel Macht dürfen einzelne Menschen einfach nicht bekommen, nur weil sie mehr Geld haben. Das ist schlichtweg gefährlich. Zudem mehr Geld auch dazu verführt mehr zu konsumieren und die Umwelt zu belasten, z.B. Privatjets, Besitz von vielen Autos und Grundstücken und Villen, die der Allgemeinheit am Ende fehlen. Die Liste ist Lang warum Reichtum (Millionen auf dem Konto) einfach falsch ist… das Geld gehört der Allgemeinheit oder zumindest sollte es verantwortungsvoll reinvestiert werden pro Umwelt und Mensch. Einige tun das auch… aber viele auch nicht. Eigentum verpflichtet, ist gesetzlich festgelegt.

Moin. Wir müssen über Reichtum reden. In Hamburg leben rund 42.000 Millionär* und 18 Milliardär*innen. An der Binnenalster kann man das ziemlich gut sehen. Ein kleiner Rundgang (Thread)

twitter.com KatharinaSchipkowski | @Kat_Schipkowski am 24. Juli 2020

Zum Teil arbeiten die Angestellten weit mehr als die Bosse und riskieren nicht nur Gesundheit sondern ihr Leben, aber dazu muss man zum Teil etwas über die Ländergrenzen hinaus schauen… oder auch nur einen Blick in einige Fleisch-verarbeitende Industrien im Inland oder in die Ernte-Arbeit werfen. Ich bin hier absolut nicht der Meinung, dass dies ein 100-faches höheres Gehalt rechtfertigt und der Luxus-Konsum zudem noch die Umwelt unnötig belastet. Ich hatte Chefs die so gearbeitet haben, wie sie es beschreiben, selbstgemachte Leiden… ordentliche Arbeitsteilung würde die Überlastung von Führungskräften entgegenwirken. Und was nutzt der Reichtum, wenn am Ende kein Leben mehr übrig bleibt. Finde es immer noch angemessen Reichtum und Erfolg zu hinterfragen und warum wir meinen das alles zu brauchen. Ihre Beispiele beschreiben nicht das Problem um das es geht. Es gibt ein Machtgefälle und eine Reich-Arm-Schere, es wäre erstrebenswert dafür eine andere Lösung zu finden und das nicht weiter zu verteidigen… es ist ungesund, für alle Beteiligten. Glück kann man bekanntlich nicht kaufen, also warum dieser extreme Reichtum… die Welt braucht keine Millionäre. Und Ihr Beispiel mit dem Arzt, ist eine zulässige Ausnahme, wie sie es beschreiben.

Diese Seite zeigt auf, was ich mit moderner Sklaverei meine, und daran bin auch ich beteiligt.

„Etwa ein Prozent der Menschen besitzen rund 40 Prozent des Vermögens“ – das allein sollte doch stark zu denken geben. So faul können die doch nicht alle sein.

Ich spiele nicht Lotto und will selbst nicht reich werden ohne auch etwas dafür zu tun. Ich bin aber für ein bedingungsloses Grundeinkommen, damit ich einer sinnstiftenden Tätigkeit nachgehen kann, die mir auch gerne Spaß machen darf und bei der ich mich nicht krank arbeiten muss. Oft ist Freiwilligenarbeit systemrelevant und wichtig für eine funktionierende Gesellschaft, diese Arbeit bringt aber kein Geld, sie wird schlichtweg nicht bezahlt, weil sie nicht in das Kapitalismus-Konzept passt.

Ich bin nicht neidisch, sondern setze mich für Chancengleichheit und gerechte Welt ein und stelle das komplette Leistungs- und Geldsystem in Frage. Ich erkenne die treibende Kraft in dem System, die Innovationen die es hervorbringt durch den Wettbewerb, aber das muss auch anders gehen, ohne dass immer nur der gewinnt, der das billigste Produkt auf Kosten von Menschen und Umwelt auf den Markt bringt. Innovationen können auch ohne die Regeln des Kapitalismus hervorgebracht werden, indem wir uns auf die echten Probleme konzentrieren und nicht nur künstlich erschaffene Probleme. Wissenschaftler und leidenschaftliche Menschen, welche ihre Berufung gefunden haben, arbeiten so. (Viele) Künstler*innen erschaffen Meisterwerke aus einer Leidenschaft heraus und nicht weil sie reich und erfolgreich werden wollen. Die Geschichte bringt unendlich viele Beispiele hervor, dass Innovation unabhängig von Kapitalismus und Geldstrom passieren kann. Werkzeuge und Entdeckungen sowie Erfindungen wurden gemacht, weil es Probleme zu lösen galt.

Mehr zum Thema und weiterführende Links

Selbsthilfegruppe für Angehörige von Umweltschutz-Gegnern und Klimawandel-Zweiflern

[Artikel lebt und wächst… wird also von Zeit zu Zeit erweitert und ergänzt.]

Dass die Erde uns überleben wird, ist allerdings ziemlich wahrscheinlich. Leider ist unsere Art des Suizids nicht der Art des einsamen Giftschluckers, sondern eher des irren Geisterfahrers, der bei lauter Musik und dem Fuß auf dem Gaspedal noch möglichst viele andere Spezies mit sich reißt.
—-
Kommentar mutmensch #2.35 — 11. Januar 2018, 12:34 Uhr als Antwort auf einen kritischen Kommentar zu Die Zeit online: Dürfen wir noch fliegen? Nein!

Hallo liebe Gruppe,

mein Name ist Katja und ich bin Öko,Grünaholic, erwachsenes Kind und Klimakillerin in Genesung, somit besuche ich auch die Gruppe der Betroffenen „Konsum-Süchtigen“ und nicht nur die der Angehörigen.

(Regieanweisung: Sie/DU als Leser sagen nun "Hallo Katja.")

Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. (Luther Bibel, Johannes 8,44)

Schritt 1: Machtlosigkeit zugeben

Ich bin heute hier, weil ich meinen Tiefpunkt erreicht habe und mein Leben nicht mehr meistern kann und konnte.
Die Machtlosigkeit im Kampf gegen die Folgen des fortschreitenden Kapitalismus, Maßlosigkeit, Verschwendung muss ich mir zu diesem Zeitpunkt zugestehen. Auf der Suche nach Menschen denen es genauso geht habe ich meinen Weg nun in diese Gruppe gefunden. Ich danke Al, Naomi, Richard, Alexander, Stephen, Leonardo und den Rest der Gruppe dass sie mich heute an diesen Tisch geführt haben.

Es gab Menschen die den Klimawandel verleugnen, obwohl er von der Mehrheit der unabhänigigen Wissenschaftler bereits bewiesen worden ist. Wissenschaftliche Arbeit sollte sich dadurch auszeichnen, dass sie unabhängig ist und eben nicht an Geld, Politik, Erfolge gebunden ist. Es geht hier nur um die Darlegung von Fakten, sogar Emotionen sollten hier zurückgehalten werden.
Aber auch ohne wissenschaftliche Artikel, wurde mir bei einer Umschau mit wachem Auge sehr schnell klar: hier kann etwas nicht stimmen. Rohstoffe sind endlich und wir werden immer mehr Menschen auf dieser Erde, die immer höheren Wohlstand anstreben und auch bekommen. Wir vergessen, wo wir mal herkamen… aus welchen Verhältnissen. Dass es Zeiten gab, in dem man von einem Lebensstil wie wir ihn heute als selbstverständlich ansehen nicht einmal zu träumen wagte, weil es auch nicht für möglich gehalten wurde: Essen zu jeder Tages- und Nachtzeit sogar per Lieferung, mehr als ein Kleidungsstück, ein ganzes Zimmer sogar ein ganzes Haus für einen alleine, heißes oder kaltes Wasser aus dem Hahn, Reisen zum anderen Ende der Welt innerhalb von wenigen Stunden, Kommunikation um den ganzen Erdball. Wie undankbar und gierig bin ich, dass ich stets mehr möchte und es wage mich zu beschweren wenn eines dieser Dinge nicht verfügbar ist.

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Teil der Genesung: Aufhören zu kontrollieren, Kontrolle abgeben und Fehler sofort zugeben

Der Klimawandel kam mir gelegen. Ich sah ihn als Krebsdiagnose für den Planeten und erhoffte/erwartete dass die Menschen nun aufhören würden zu konsumieren, zu rauchen, zu trinken,  zu vermüllen und sich zu zerstören. Ich dachte nun wäre der Leidensdruck groß genug und wir würden zur Erkenntnis kommen, dass wir aufhören müssen und uns ändern. Schließlich finde ich mich in ermüdenden Debatten wieder, ob der Klimawandel nicht erfunden sei, Lüge sei, Geld-Macherei. Aber darum ging es mir gar nicht… der Klimawandel diente mir in meinen Argumentationen rund um das Thema Umweltschutz nur als willkommenes Druck-Mittel zum Zwecke der Umerziehung… es ist bereits die Folge einer Jahrzehntelangen krankhaften, süchtigen Fehlverhaltens. Marketing und Medien haben uns jahrelang  manchmal sanft und emotional verpackt, manchmal laut und aggressiv und eindringlich  erzogen was wir uns verdienen sollten, was wir uns wert sind was wir brauchen um endlich glücklich und gesund und gebildet zu sein: Haus, Auto, Schönheit, Geld, gutes Essen. Wir wurden abhängig von Dingen und lösten uns vom Lebensnotwendigen hin zu Überfluss, Übermaß… ohne all diese Dinge glauben wir kein „Leben“ mehr zu haben, dabei sägen wir uns beim Konsum den Ast ab auf dem wir sitzen.
Weder im Guten, noch im Bösen, noch mit Vernunft oder Emotionen kann ich mein Umfeld dazu bewegen Verhalten zu ändern. Das Licht mag einfach nicht aufgehen. Konsum, Marketing, der Drang nach immer mehr, Bequemlichkeit und Gier führen dazu dass die Wahrnehmung verzerrt ist. Es kommt zu keiner Krankheitseinsicht. Wir zerstören uns selbst. Ich stecke ja auch noch fest im System.. Hamsterrad Bürojob und Burnout… ich habe mir das Wellnesswochenende verdient, den Urlaub, das gute Essen… den Luxus.

„Ja, wir könnten jetzt was gegen den Klimawandel tun,
aber wenn wir dann in 50 Jahren feststellen würden,
dass sich alle Wissenschaftler doch vertan haben und es gar keine Klimaerwärmung gibt, dann hätten wir völlig ohne Grund dafür gesorgt, dass man selbst in den Städten die Luft wieder atmen kann, dass die Flüsse nicht mehr giftig sind, dass Autos weder Krach machen noch stinken und dass wir nicht mehr  abhängig sind von Diktatoren und deren Ölvorkommen.
Da würden wir uns schon ärgern.“
Marc-Uwe Kling

Die unbequeme Wahrheit

„Es zeichnet sich zwar immer deutlicher ab, dass unsere Mobilität, unser Konsum und unsere Landwirtschaft die verbliebene Rest-Natur massiv schädigen – und das nicht nur hierzulande. Doch statt den überfälligen Wandel zuzulassen, ziehen wir lieber die Aussagen der Mahner in Zweifel. Schließlich haben wir uns unseren Wohlstand sauer verdient.“

(geo.de Autor Peter Carstens in seinem Artikel: Umweltschutz: „Warum wir uns bei Verboten anstellen wie Kleinkinder“)

Menschen

  • Al Gore (Politiker)
  • Leonardo DiCaprio (Schauspieler)
  • Naomi Klein (Aktivistin, Journalistin, Wissenschaftlerin)
  • Alexander Gerst (Astronaut)
  • Dalai Lama (Geistlicher)
  • Richard David Precht (Philosoph)
  • Marc-Uwe Kling (Kabarettist)
  • Stephen Hawkings (Astro Physiker)
  • Nathaniel Rich (Autor u.a. für die New York Times)

Quellen

    • Streiks bei Ryanair“Fliegen ist definitiv viel zu billig“ / deutschlandfunk.de
      „Ja, und das ist auch gut so, weil Fliegen ist definitiv viel zu billig. Wir sehen im Moment ja gerade an deutschen Flughäfen auch das ziemliche Chaos, das hier aus verschiedenen Gründen in den letzten Tagen herrschte. Daran ist auch schuld, dass halt sehr viele Menschen fliegen, die vielleicht sonst gar nicht ins Flugzeug gestiegen wären, und die nur deswegen fliegen, weil eben das Fliegen, und dafür ist Ryanair wirklich ein Synonym, so billig sind, dass wir auch letztlich alle als Menschheit dafür die Zeche zahlen. Denn Fliegen belastet die Umwelt, das ist unbestritten. Und wenn viele Leute nur deswegen fliegen, nicht, weil sie jetzt unbedingt zu einem gewissen Ziel wollen, sondern weil sie gerade einen extrem billigen Flug gefunden haben, dann ist das zum einen zwar Sache der Airline, wie sie damit umgeht und damit ihr Geld verdient. Aber es ist eben auch eine Sache, die uns alle betrifft, weil eben das Fliegen die Umwelt belastet. Und je mehr geflogen wird, desto mehr auch von dieser Belastung wir alle aushalten müssen.“ (Luftfahrtexperte Andreas Spaeth)
    • Kontroverse um die globale Erwärmung | de.wikipedia.org
    • Globale Erwärmung Der wissenschaftliche Konsens zum Klimawandel | de.wikipedia.org „Der wissenschaftliche Konsens zum Klimawandel besteht in der Feststellung, dass sich das Erd-Klimasystem erwärmt und weiter erwärmen wird. Dies wird anhand von Beobachtungen der steigenden Durchschnittstemperatur der Luft und Ozeane, großflächigem Abschmelzen von Schnee-und Eisflächen und dem Meeresspiegelanstieg ermittelt. Mit mindestens 95-prozentiger Sicherheit wird dies hauptsächlich durch Treibhausgase, Rodungen und das Verbrennen von fossilem Treibstoff verursacht.
      Die American Association for the Advancement of Science – die weltweit größte wissenschaftliche Gesellschaft – stellt dar, dass sich 97 % aller Klimatologen darüber einig sind, dass ein vom Menschen verursachter Klimawandel stattfindet, und betont den zu vielen Aspekten der Klimatologie herrschenden Konsens. Spätestens seit der Jahrtausendwende wird der Wissensstand um die mit dem Klimawandel verbundenen Folgen als ausreichend sicher angesehen, um umfangreiche Klimaschutzmaßnahmen zu rechtfertigen.“
    • Thirty years ago, we had a chance to save the planet. New York Times Artikel August 2018
    • Wir waren schon mal weiter Greenpeace Artikel zum Klimawandel August 2018