Archiv der Kategorie: Gedankenspam

Mentale Gesundheit und die Klimakrise – Klimaangst besiegen

#facetheclimateemergency
#FACEtheClimateEmergency

Erinnerung: die Klimakrise ist da… ich aber allen voran viele Aktivist:innen und Wissenschaftler:innen warnen seit Jahrzehnten vor den Folgen des sich unnatürlich schnell verändernden Klimas und der Zerstörung der Umwelt/Mitwelt durch massive Einflüsse des Menschen, der Wirtschaft, der Industrialisierung. Die Folgen der fortschreitenden Klima- und Umweltveränderungen werden weitere Pandemien zur Folge haben, Dürren, extreme Wetterereignisse, Ernteausfälle, Massenaussterben von Tieren, Zerstörung der Biodiversität wie sie für Lebewesen notwendig, die aktuell den Plant Erde ihre Heimat nennen… daraus resultieren Kriege, Flüchtlingsströme, Hunger, Verschärfung sozialer Ungerechtigkeiten und vieles mehr.

Gott/Meine höhere Macht, wie ich sie verstehe, gebe mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
Den Mut Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Gelassenheits-Spruch der 12-Schritte-Gruppen nach Vorbild der AA (Anonymen Alkoholiker)
dunkle Wolken
Klimaangst – Wenn Zukunftsängste Stück für Stück real werden. Was tun, wenn dunkle Wolken aufziehen sowohl in der realen Welt als auch im Kopf?

Da steckt kein Plan „von den da oben dahinter“. Auch „die“ Politik ist noch immer nicht angemessen auf die kommenden Krisen vorbereitet. „Die“ Wirtschaft, „der“ Markt reagiert in einigen Bereichen, auch die Bürger:innen übernehmen immer mehr Verantwortung und schließen sich Protestbewegungen (Fridays for Future, Extinction Rebellion (XR), Greenpeace, doughnuteconomics.org, weitere Anlaufstellen siehe Anhang ) an.

Ich setze „die“ in Anführungsstriche, weil es keine homogene Masse gibt, keine volle Kontrolle, keine absolute Macht… der Einkaufszettel ist auch ein Stimmzettel, jede Stimme kann Einfluss nehmen.

BE PREPARED Tu was, fang damit an dich zu informieren und darüber zu sprechen (gewaltfrei und offen <3). Erkenne deine Machtlosigkeit, aber auch die Macht und Weisheit, dass du anfangen kannst Dinge in deinem Leben zu verändern mit Nachwirkungen auf dein Umfeld.

Sinnemanie


Anhang

www.apa.org | MENTAL HEALTH AND OUR CHANGING CLIMATE: Imapcts, Implications, and Guidance – March 2017 (PDF)

Träumen, planen, umsetzen: Marek Rohde und Ilona Koglin, Journalist:innen und Öko-Soziale Medienmacher:innen aus Hamburg helfen Dir dabei :) hier lang –> faironomics.de

Was kannst du tun?

Informieren, darüber sprechen und mental vorbereitet sein

  • klimafakten.de
  • IPCC Berichte
  • folge Wissenschaftler:innen und Forschungsstationen wie z.B. Michael E. Mann oder Stefan Rahmsdorf

Politisch aktiv werden

  • Umweltdemos (FFF, XR, Ende Gelände, Campact e.V.)
  • Proteste und ziviler Ungehorsam
  • Boykott von klima- und umweltschädlichen Konzernen/Konsumgütern
  • Petitionen erarbeiten, teilen, unterschreiben (change.org, epetionen beim Bundestag, campact e.V.)
  • Aufklärungsarbeit (Blog, Flyer, Dokus, Social Media Arbeit, Kunst-Projekte)
  • Festivals besuchen und unterstützen die Umweltbewusstsein fördern
  • lokale/regionale Bio-Produkte kaufen/fördern/bewerben
  • Partei beitreten
  • Transparenz fordern (lobbycontrol.de, abgeordnetenwatch.de, transparency.de)

Politische Veränderungen antreiben durch Proteste und Petitionen, also jenen eine Lobby geben, die aktuell keine haben. Werde „laut“ und übe Druck auf die Menschen aus, welche in Machtpositionen sind. Nutze ggf. deine eigene Prominenz und Reichweite, um die „Massen“ zum nachdenken, weiterdenken und mitmachen zu animieren.

An Lösungen mitwirken, welche die Umweltschäden und Klimaerwärmung eindämmen oder nachhaltiges wirtschaften und leben ermöglichen… im kleinen wie im großen Maßstab

  • Baumpflanz-Projekte
  • smart City Projekte für nachhaltige Städte
  • Repair Café
  • Doughnut Economics Action Lab – neue Wirtschaftsformen voranbringen
  • Partei beitreten
  • Bürger:innen Versammlung gründen
  • startnext Projekte für neue Lösungen und nachhaltige Konsumprodukte unterstützen oder selbst Produkte entwickeln
  • Netzwerken anschließen, welche ein faires wirtschaften voranbringen wie z.B. send-ev.de

Privilegien und Fußabdruck prüfen, hinterfragen und aktiv verbessern

  • Wieviele Sklaven arbeiten für mich?
  • CO2 Rechner für Flugreisen
  • faire Mode
  • Plastikverbrauch
  • Ernährung und Lebensmittel prüfen und welchen Einfluss sie auf Mensch, Tier, Natur/Landschaft/Böden/Trinkwasser/Biodiversität haben

Kleinere Änderungen im Alltag

  • Transportmittel überdenken (Umstieg auf Fahrrad/Lastenrad möglich)
  • ökologische Reisen planen
  • vegan/vegetarische Tage einplanen… Ernährung Stück für Stück umstellen
  • Stromanbieter wechseln
  • Kleiderschrank ausmisten
  • Spenden-Plan (An welche Organisationen möchte ich über das Jahr verteilt Geld, Zeit oder Material spenden?)
  • ehrenamtliche Tätigkeit
  • ökologisches Hobby zulegen oder ein Hobby welches Umweltbewusstsein und Achtsamkeit fördert und gleichzeitig glücklich macht (Müll sammeln in der Gruppe, Tiere beobachten, Kunst für Umweltaufklärung, Achtsamkeits- und Entspannungskurse, vegan kochen, Gartenarbeit )
  • zu einer nachhaltigen „Öko“-Bank wechseln
  • Verpackungen und Müll reduzieren z.B. indem man bei Läden einkauft die auch unverpackte Lebensmittel anbietet
  • auf Öko-Siegel beim Einkauf achten
  • persönliches CO2 Budget prüfen und optmieren
  • mehr Tipps für den Alltag hat utopia.de

Liste wächst und wächst…

Und ganz wichtig…

Positiv, optimistisch und lösungsorientiert denken. Umwelt- und Klimaschutz kann Spaß machen. Finde deine ganz persönlichen Stärken und Kompetenzen und wie du sie bestmöglich in Klima- und Umweltschutz einbringen kannst.

Die Welt braucht keine Millionäre – eine Neid-Debatte?

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehende Wirtschafts-Krise hat uns immernoch im Griff und da kocht auch wieder die Frage hoch, wie das alles zu bezahlen sei. Es ist dann natürlich naheliegend dahin zu schauen, wo das meiste Geld liegt: bei den Millionären. Laut Studien besitzen etwas ein Prozent der Menschen weltweit 40 Prozent des Vermögens. Wie kann das gerecht sein?

Eine Debatte auf Facebook… ich habe meine Antworten dazu hier verarbeitet. Ich antworte auf einen Kommentar der impliziert, dass wir vergleichsweise leistungsschwachen Arbeitnehmer ohne reiche Unternehmer keine Arbeit hätten und somit abhängig von reichen Menschen sind. Zugegeben, ich überspitze meine Antwort etwas… ich fühlte mich nie als Sklave , obwohl einige 3 Jahre Arbeit in einem unbezahlten oder mit 400 Euro/Monat bei 40 bis 70 h pro Woche Arbeit mit verantwortungsvollen, selbständigen arbeiten wohl unter Sklaverei verbuchen würden. Meine Recherchen ergaben allerdings, dass es auch noch echte Sklaverei gibt: Menschen arbeiten unter unwürdigen Bedingungen für einen Hungerlohn am Fließband und teilweise ist der Arbeitsdruck so hoch, dass sie entweder am Arbeitspensum frühzeitig erkranken und sterben oder sich selbst umbringen, siehe auch die Doku „Death by Design“.

Und ohne Die?
Hätten die dann gar keinen Job, wenn man deiner Logik folgt.

anonymer Kommentar auf facebook unter @dietwitterperlen

Müssen wir dem Meister also huldig und dankbar sein, dass er auf den Rücken von Sklaven sein Vermögen vergrößert. .. einen Hungerlohn zahlt und sich selbst ganz viel raus nimmt. Sklaverei gibt es immernoch, und das zu hinterfragen hat nichts mit Neid zutun, das zu hinterfragen ist angemessen. Ein gutes Gehalt mit Fleiß und ehrlicher Arbeit um ein angemessen gutes Leben zu führen sei jedem gegönnt. Anhäufung von Reichtum schadet allerdings, allen einschließlich dem Menschen, der gierig anhäuft. Und btw. ohne billige Arbeitskräfte gäbe es auch keine*n Millionär*in. Die reiche Person zieht den Karren nicht, die arbeitenden Menschen tun dies, der Boss kann aber lenken/führen/leiten… rechtfertigt aber keine 100-fachen Gehaltsunterschiede, wie soll da eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe je möglich sein? Und um das ganze Bild zu betrachten: wir sind alle ein Rädchen in der Geldmaschine… wie ein Kommentar zuvor: geht die Ungleichheit weiter so verlieren wir am Ende alle. Es sollte somit nicht nur ein Mindestlohn sondern auch ein Maximal-Gehalt geben… soviel kann man gar nicht arbeiten und Verantwortung tragen, wieviel Geld manch einer im Monat nur mit Zinsen „verdient“… das geht auf Kosten des Allgemeinwohls und das Geld fehlt dann an anderer Stelle. Und reiche Menschen können sich alles kaufen… und somit massiv politischen Einfluss haben, der die Demokratie gefährdet. Soviel Macht dürfen einzelne Menschen einfach nicht bekommen, nur weil sie mehr Geld haben. Das ist schlichtweg gefährlich. Zudem mehr Geld auch dazu verführt mehr zu konsumieren und die Umwelt zu belasten, z.B. Privatjets, Besitz von vielen Autos und Grundstücken und Villen, die der Allgemeinheit am Ende fehlen. Die Liste ist Lang warum Reichtum (Millionen auf dem Konto) einfach falsch ist… das Geld gehört der Allgemeinheit oder zumindest sollte es verantwortungsvoll reinvestiert werden pro Umwelt und Mensch. Einige tun das auch… aber viele auch nicht. Eigentum verpflichtet, ist gesetzlich festgelegt.

Moin. Wir müssen über Reichtum reden. In Hamburg leben rund 42.000 Millionär* und 18 Milliardär*innen. An der Binnenalster kann man das ziemlich gut sehen. Ein kleiner Rundgang (Thread)

twitter.com KatharinaSchipkowski | @Kat_Schipkowski am 24. Juli 2020

Zum Teil arbeiten die Angestellten weit mehr als die Bosse und riskieren nicht nur Gesundheit sondern ihr Leben, aber dazu muss man zum Teil etwas über die Ländergrenzen hinaus schauen… oder auch nur einen Blick in einige Fleisch-verarbeitende Industrien im Inland oder in die Ernte-Arbeit werfen. Ich bin hier absolut nicht der Meinung, dass dies ein 100-faches höheres Gehalt rechtfertigt und der Luxus-Konsum zudem noch die Umwelt unnötig belastet. Ich hatte Chefs die so gearbeitet haben, wie sie es beschreiben, selbstgemachte Leiden… ordentliche Arbeitsteilung würde die Überlastung von Führungskräften entgegenwirken. Und was nutzt der Reichtum, wenn am Ende kein Leben mehr übrig bleibt. Finde es immer noch angemessen Reichtum und Erfolg zu hinterfragen und warum wir meinen das alles zu brauchen. Ihre Beispiele beschreiben nicht das Problem um das es geht. Es gibt ein Machtgefälle und eine Reich-Arm-Schere, es wäre erstrebenswert dafür eine andere Lösung zu finden und das nicht weiter zu verteidigen… es ist ungesund, für alle Beteiligten. Glück kann man bekanntlich nicht kaufen, also warum dieser extreme Reichtum… die Welt braucht keine Millionäre. Und Ihr Beispiel mit dem Arzt, ist eine zulässige Ausnahme, wie sie es beschreiben.

Diese Seite zeigt auf, was ich mit moderner Sklaverei meine, und daran bin auch ich beteiligt.

„Etwa ein Prozent der Menschen besitzen rund 40 Prozent des Vermögens“ – das allein sollte doch stark zu denken geben. So faul können die doch nicht alle sein.

Ich spiele nicht Lotto und will selbst nicht reich werden ohne auch etwas dafür zu tun. Ich bin aber für ein bedingungsloses Grundeinkommen, damit ich einer sinnstiftenden Tätigkeit nachgehen kann, die mir auch gerne Spaß machen darf und bei der ich mich nicht krank arbeiten muss. Oft ist Freiwilligenarbeit systemrelevant und wichtig für eine funktionierende Gesellschaft, diese Arbeit bringt aber kein Geld, sie wird schlichtweg nicht bezahlt, weil sie nicht in das Kapitalismus-Konzept passt.

Ich bin nicht neidisch, sondern setze mich für Chancengleichheit und gerechte Welt ein und stelle das komplette Leistungs- und Geldsystem in Frage. Ich erkenne die treibende Kraft in dem System, die Innovationen die es hervorbringt durch den Wettbewerb, aber das muss auch anders gehen, ohne dass immer nur der gewinnt, der das billigste Produkt auf Kosten von Menschen und Umwelt auf den Markt bringt. Innovationen können auch ohne die Regeln des Kapitalismus hervorgebracht werden, indem wir uns auf die echten Probleme konzentrieren und nicht nur künstlich erschaffene Probleme. Wissenschaftler und leidenschaftliche Menschen, welche ihre Berufung gefunden haben, arbeiten so. (Viele) Künstler*innen erschaffen Meisterwerke aus einer Leidenschaft heraus und nicht weil sie reich und erfolgreich werden wollen. Die Geschichte bringt unendlich viele Beispiele hervor, dass Innovation unabhängig von Kapitalismus und Geldstrom passieren kann. Werkzeuge und Entdeckungen sowie Erfindungen wurden gemacht, weil es Probleme zu lösen galt.

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