Archiv der Kategorie: Gedankenspam

Selbsthilfegruppe für Angehörige von Umweltschutz-Gegnern und Klimawandel-Zweiflern

[Artikel lebt und wächst… wird also von Zeit zu Zeit erweitert und ergänzt.]

Hallo liebe Gruppe,

mein Name ist Katja und ich bin Öko,Grünaholic, erwachsenes Kind und Klimakillerin in Genesung, somit besuche ich auch die Gruppe der Betroffenen „Konsum-Süchtigen“ und nicht nur die der Angehörigen.

(Regieanweisung: Sie/DU als Leser sagen nun "Hallo Katja.")

Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. (Luther Bibel, Johannes 8,44)

Schritt 1: Machtlosigkeit zugeben

Ich bin heute hier, weil ich meinen Tiefpunkt erreicht habe und mein Leben nicht mehr meistern kann und konnte.
Die Machtlosigkeit im Kampf gegen die Folgen des fortschreitenden Kapitalismus, Maßlosigkeit, Verschwendung muss ich mir zu diesem Zeitpunkt zugestehen. Auf der Suche nach Menschen denen es genauso geht habe ich meinen Weg nun in diese Gruppe gefunden. Ich danke Al, Naomi, Richard, Alexander, Stephen, Leonardo und den Rest der Gruppe dass sie mich heute an diesen Tisch geführt haben.

Es gab Menschen die den Klimawandel verleugnen, obwohl er von der Mehrheit der unabhänigigen Wissenschaftler bereits bewiesen worden ist. Wissenschaftliche Arbeit sollte sich dadurch auszeichnen, dass sie unabhängig ist und eben nicht an Geld, Politik, Erfolge gebunden ist. Es geht hier nur um die Darlegung von Fakten, sogar Emotionen sollten hier zurückgehalten werden.
Aber auch ohne wissenschaftliche Artikel, wurde mir bei einer Umschau mit wachem Auge sehr schnell klar: hier kann etwas nicht stimmen. Rohstoffe sind endlich und wir werden immer mehr Menschen auf dieser Erde, die immer höheren Wohlstand anstreben und auch bekommen. Wir vergessen, wo wir mal herkamen… aus welchen Verhältnissen. Dass es Zeiten gab, in dem man von einem Lebensstil wie wir ihn heute als selbstverständlich ansehen nicht einmal zu träumen wagte, weil es auch nicht für möglich gehalten wurde: Essen zu jeder Tages- und Nachtzeit sogar per Lieferung, mehr als ein Kleidungsstück, ein ganzes Zimmer sogar ein ganzes Haus für einen alleine, heißes oder kaltes Wasser aus dem Hahn, Reisen zum anderen Ende der Welt innerhalb von wenigen Stunden, Kommunikation um den ganzen Erdball. Wie undankbar und gierig bin ich, dass ich stets mehr möchte und es wage mich zu beschweren wenn eines dieser Dinge nicht verfügbar ist.

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Teil der Genesung: Aufhören zu kontrollieren, Kontrolle abgeben und Fehler sofort zugeben

Der Klimawandel kam mir gelegen. Ich sah ihn als Krebsdiagnose für den Planeten und erhoffte/erwartete dass die Menschen nun aufhören würden zu konsumieren, zu rauchen, zu trinken,  zu vermüllen und sich zu zerstören. Ich dachte nun wäre der Leidensdruck groß genug und wir würden zur Erkenntnis kommen, dass wir aufhören müssen und uns ändern. Schließlich finde ich mich in ermüdenden Debatten wieder, ob der Klimawandel nicht erfunden sei, Lüge sei, Geld-Macherei. Aber darum ging es mir gar nicht… der Klimawandel diente mir in meinen Argumentationen rund um das Thema Umweltschutz nur als willkommenes Druck-Mittel zum Zwecke der Umerziehung… es ist bereits die Folge einer Jahrzehntelangen krankhaften, süchtigen Fehlverhaltens. Marketing und Medien haben uns jahrelang  manchmal sanft und emotional verpackt, manchmal laut und aggressiv und eindringlich  erzogen was wir uns verdienen sollten, was wir uns wert sind was wir brauchen um endlich glücklich und gesund und gebildet zu sein: Haus, Auto, Schönheit, Geld, gutes Essen. Wir wurden abhängig von Dingen und lösten uns vom Lebensnotwendigen hin zu Überfluss, Übermaß… ohne all diese Dinge glauben wir kein „Leben“ mehr zu haben, dabei sägen wir uns beim Konsum den Ast ab auf dem wir sitzen.
Weder im Guten, noch im Bösen, noch mit Vernunft oder Emotionen kann ich mein Umfeld dazu bewegen Verhalten zu ändern. Das Licht mag einfach nicht aufgehen. Konsum, Marketing, der Drang nach immer mehr, Bequemlichkeit und Gier führen dazu dass die Wahrnehmung verzerrt ist. Es kommt zu keiner Krankheitseinsicht. Wir zerstören uns selbst. Ich stecke ja auch noch fest im System.. Hamsterrad Bürojob und Burnout… ich habe mir das Wellnesswochenende verdient, den Urlaub, das gute Essen… den Luxus.

„Ja, wir könnten jetzt was gegen den Klimawandel tun,
aber wenn wir dann in 50 Jahren feststellen würden,
dass sich alle Wissenschaftler doch vertan haben und es gar keine Klimaerwärmung gibt, dann hätten wir völlig ohne Grund dafür gesorgt, dass man selbst in den Städten die Luft wieder atmen kann, dass die Flüsse nicht mehr giftig sind, dass Autos weder Krach machen noch stinken und dass wir nicht mehr  abhängig sind von Diktatoren und deren Ölvorkommen.
Da würden wir uns schon ärgern.“
Marc-Uwe Kling

Die unbequeme Wahrheit

„Es zeichnet sich zwar immer deutlicher ab, dass unsere Mobilität, unser Konsum und unsere Landwirtschaft die verbliebene Rest-Natur massiv schädigen – und das nicht nur hierzulande. Doch statt den überfälligen Wandel zuzulassen, ziehen wir lieber die Aussagen der Mahner in Zweifel. Schließlich haben wir uns unseren Wohlstand sauer verdient.“

(geo.de Autor Peter Carstens in seinem Artikel: Umweltschutz: „Warum wir uns bei Verboten anstellen wie Kleinkinder“)

Menschen

  • Al Gore (Politiker)
  • Leonardo DiCaprio (Schauspieler)
  • Naomi Klein (Aktivistin, Journalistin, Wissenschaftlerin)
  • Alexander Gerst (Astronaut)
  • Dalai Lama (Geistlicher)
  • Richard David Precht (Philosoph)
  • Marc-Uwe Kling (Kabarettist)
  • Stephen Hawkings (Astro Physiker)
  • Nathaniel Rich (Autor u.a. für die New York Times)

Quellen

    • Streiks bei Ryanair“Fliegen ist definitiv viel zu billig“ / deutschlandfunk.de
      „Ja, und das ist auch gut so, weil Fliegen ist definitiv viel zu billig. Wir sehen im Moment ja gerade an deutschen Flughäfen auch das ziemliche Chaos, das hier aus verschiedenen Gründen in den letzten Tagen herrschte. Daran ist auch schuld, dass halt sehr viele Menschen fliegen, die vielleicht sonst gar nicht ins Flugzeug gestiegen wären, und die nur deswegen fliegen, weil eben das Fliegen, und dafür ist Ryanair wirklich ein Synonym, so billig sind, dass wir auch letztlich alle als Menschheit dafür die Zeche zahlen. Denn Fliegen belastet die Umwelt, das ist unbestritten. Und wenn viele Leute nur deswegen fliegen, nicht, weil sie jetzt unbedingt zu einem gewissen Ziel wollen, sondern weil sie gerade einen extrem billigen Flug gefunden haben, dann ist das zum einen zwar Sache der Airline, wie sie damit umgeht und damit ihr Geld verdient. Aber es ist eben auch eine Sache, die uns alle betrifft, weil eben das Fliegen die Umwelt belastet. Und je mehr geflogen wird, desto mehr auch von dieser Belastung wir alle aushalten müssen.“ (Luftfahrtexperte Andreas Spaeth)
    • Kontroverse um die globale Erwärmung | de.wikipedia.org
    • Globale Erwärmung Der wissenschaftliche Konsens zum Klimawandel | de.wikipedia.org „Der wissenschaftliche Konsens zum Klimawandel besteht in der Feststellung, dass sich das Erd-Klimasystem erwärmt und weiter erwärmen wird. Dies wird anhand von Beobachtungen der steigenden Durchschnittstemperatur der Luft und Ozeane, großflächigem Abschmelzen von Schnee-und Eisflächen und dem Meeresspiegelanstieg ermittelt. Mit mindestens 95-prozentiger Sicherheit wird dies hauptsächlich durch Treibhausgase, Rodungen und das Verbrennen von fossilem Treibstoff verursacht.
      Die American Association for the Advancement of Science – die weltweit größte wissenschaftliche Gesellschaft – stellt dar, dass sich 97 % aller Klimatologen darüber einig sind, dass ein vom Menschen verursachter Klimawandel stattfindet, und betont den zu vielen Aspekten der Klimatologie herrschenden Konsens. Spätestens seit der Jahrtausendwende wird der Wissensstand um die mit dem Klimawandel verbundenen Folgen als ausreichend sicher angesehen, um umfangreiche Klimaschutzmaßnahmen zu rechtfertigen.“
    • Thirty years ago, we had a chance to save the planet. New York Times Artikel August 2018
    • Wir waren schon mal weiter Greenpeace Artikel zum Klimawandel August 2018

Die Unglückslose – Obdachlos und Liebe-los

Ich wollte und will immernoch wissen welche Geschichten sich hinter den zahlreichen Obdachlosen, die ich auf meinen Reisen gesehen habe, verbergen. Vielleicht hätte ich sie auch einfach fragen können. Ein zwei mal habe ich mich auch getraut und es wurde dankbar angenommen, vielleicht ist die Zeit-„Spende“ sogar wertvoller als das Geld welches sie zum Überleben brauchen. Wie oft sagte man mir, ich wäre meines eigenes Glückes Schmied… ende ich auf der Straße wäre es meine Schuld, denn in Deutschland muss das nicht so sein. Ich denke wenn es so einfach wäre, gäbe es das Problem nicht. Aktuell bin ich Einkommenslos und aufgrund von dem teilweise respektlosen Behandlungen seitens der Agentur für Arbeit und der vielen verabscheuenden Bürokratie, nehme ich den „Service“ der Agentur nicht mehr wahr, obwohl sie mir sagten es wäre mein Recht, ich hätte jahrelang eingezahlt. Sie behindern mich aber, anstatt mir zu helfen.
Da ich gut vermittelbar bin und einen guten Lebenslauf vorzuweisen habe, zeigte sich die Agentur für Arbeit zuletzt  sehr kooperativ und bezahlte mir eine Weiterbildung in meinem Interesse und  zumindest die erste Phase als Arbeitslose wurde mir recht  einfach gemacht. der Druck wird sich aber demnächst erhöhen, sobald die Schonfrist verstrichen ist und ich mir den Arbeitgeber nicht mehr ohne  weiteres „aussuchen“ darf.

Aber zurück zu den Betroffenen dieser teilweise seltsamen Welt. Die Geschichten von Obdachlosen beschreiben einen Teufelskreis aus dem man nur schwer ausbrechen kann… Depressionen, Misshandlungen, Alkohol als Lösungsmittel… Schamgefühle, falscher Umgang… die Gedankenwelt verändert sich, das kann zum Gefängnis werden… die Gedanken halten einen unten und den Kampf gegen die eigenen Dämonen im Kopf darf man nicht unterschätzen. Mein Chef in UK (Gründer von „The Missing Kind“ Charity) versucht seit Jahren immer wieder Obdachlosen eine Chance zu geben und sie in seinem „Geschäft“ einzubinden, mit nur wenigen Grundbedingungen… sie müssen sich täglich einmal bei ihm melden für einen Zeitraum von einem Monat, als Motivationstest. Er hört ihnen zu, alles geschieht auf Augenhöhe. Es war inspirierend zu sehen wie er sie auf der Straße anspricht, mit ihnen einkauft und sich alles interessiert und mit vielen Rückfragen anhört. Bisher ist es schief gegangen… sie hätten ein „mindset“ an das man nur schwer rankommt, sie lassen sich nur schwer helfen und aus dem „Schlamm ziehen“. Ich lerne für mich selbst gerade „richtig zu helfen“, ohne Babysitter für jemanden zu sein und der Person seiner Fähigkeiten und Verantwortlichkeiten zu berauben, nur damit ich mich vielleicht „stärker und gebraucht“ fühle . Ich denke viele Menschen ist dauerhaft besser geholfen, wenn man ihnen Möglichkeiten gibt sich selbst zu helfen… dazu braucht es manchmal „nur“ Verständnis, Geduld und ein offenes Ohr… sowie Schilder die zu Lösungswegen zeigen. Die Organisation „Crisis“ leistet gute Arbeit, allein der Instagram Feed leistet wunderbare Aufklärungsarbeit. Ich lese dass Obdachlose häufig keine Familie (mehr) haben oder keine die entsprechenden Rückhalt bietet. Ich habe eine Ahnung davon wie tödlich Einsamkeit und fehlende soziale Bindungen sein können. „Liebe“ ist ein Grundbedürfniss, aber die moderne Welt erzieht uns zu unabhängigen Einzelgängern… an mir selbst sehe ich wie sehr ich Angst vor Abhängigkeit habe, finanziell, materiell, emotional… und die neue Welt macht es einfach: Apps und Services können fast jeden ersetzen. Ich bezweifle dass das gut geht.

Quellen und weiterführende Links

Probleme

Ich hatte gerade mal wieder meinen Job gekündigt und reiste nun seit Oktober letzten Jahres durch Europa um meine Berufung zu finden. Nun saß ich also in der Angestellten-Küche und stellte wiederholt die Frage, was nun eigentlich Depressionen seien.

Herbert (Name geändert) den Psychoanalytiker traf ich in einem Spätzug in Sizilien. Ich erzählte ihm von meinem immer wieder stark auftretendem „Liebeskummer“, der mich stark einschränkte aber auch kreativ beflügelte. Wenn das häufiger auftrat würde er mir anraten eine Therapie zu machen. Er liebt seinen Job, er hat schon lange das Ruhestand-Alter erreicht, reist immernoch gerne und viel um die Welt und kann sich die Patienten aussuchen. Es stellt sich heraus, dass er in meinem Wohn- und Arbeitsort beheimatet ist, da wir uns nun privat angefreundet haben, darf er mich nicht mehr in seinem Patienten-Kartei-Kasten aufnehmen. Wie schade, ich mag ihn. Ich fragte mich immer, warum Freunde und Familie für Therapie- Gespräche nicht oder genauer gesagt nicht mehr in Frage kommen. Haben wir uns so stark voneinander entfernt, dass wir uns Leid und Kummer nicht mehr erzählen können oder dürfen und sei es zum wiederholten male? Warum schlucken wir soviel Kummer herunter bis wir vor Wut oder all dem Frustfraß platzen und verbieten uns Gefühle freien Lauf zu lassen, uns gegenseitig zu beraten wie wir mit den Gefühlen umgehen, die wir doch alle haben oder kennen? Oft hilft schon das erzählen, die eigenen Gedanken laut auszusprechen und zu hören… dem muss nicht immer ein sinnvoller Rat folgen. Was kann man schon raten, wenn man nicht in der Haut des anderen steckt. Zuhören, interessiert zuhören können, ist zur Gabe geworden. Fragen stellen, die richtigen Fragen stellen ward nun Kunst, die es wieder zu erlernen galt, das beschloss ich zumindest in meinem Gedanken-Kosmos. Ich will meine Freundin, meinen Mann oder Schwester nicht zum Arzt schicken müssen, wenn sie reden wollen. Psycho-Analytiker haben sicherlich ihre Daseins-Berechtigung, sind die besseren Zuhörer und Ratgeber, aber ich wünschte mir wirklich, dieses Wissen wäre Grundwissen, welches einem in jeder Grundschule mitgegeben würde.

Ich fragte mich, ob in einer Welt, wo wir aus Problemen Geld machen, nicht Probleme erschaffen werden, um wiederum die Lösungen auf den Weltmarkt anzupreisen. Eine Welt in der man nicht schön genug ist ohne das Kosmetikprodukt, nicht cool genug ohne die Flasche Bier auf dem Konzert, nicht angemessen gekleidet im hippen Club ohne die neusten Trend-Klamotten der aktuellen Saison am Leib, zu verrückt und aufgedreht und was weiß ich ohne die Psycho-Pillen. Das erste was ich in meiner Marketing-Ausbildung lernte ist ein Problem der zukünftigen Konsumenten zu erkennen und dafür eine entsprechende Lösung zu verkaufen, etwas was sie wirklich brauchen. Gibt es keine Probleme, werden welche geschaffen oder zumindest ein Bedürfnis geweckt, was es vorher nie gab. Mit Süchten lässt sich sicher viel verdienen, erst die Produzenten der Suchtmittel, dann die Pharma- und Gesundheitsindustrie. Suchtmittel beruhigen oder steigern kurzzeitig das zerstörte Ego, lassen beruhigen und vergessen… und zerstören zuletzt noch mehr… der Teufelskreis ist in Gang gesetzt, der perfekte Absatzmarkt ist erschaffen. Global betrachtet sind wir gerade einer Suchtkrankheit verfallen, dem Kapitalismus, der uns selbst zerstören lässt und das Umfeld, die Natur mit sich reißt. Erst wenn wir unseren Tiefpunkt erreichen, werden wir vielleicht zur Erleuchtung gelangen, erwachen und letztendlich heilen. Einige sind schon wach geworden und unternehmen radikale Veränderungen, der scheinbar einzige Weg aus der Sucht? Was sind eigentlich Suchtmittel? Alkohol, Tabletten, Zigaretten, Zucker,Süßigkeiten, Fastfood, … aber irgendwie auch Sport, der Kaufrausch, die Arbeit, das Geld, die Überabsicherung, Liebe…………………….?

Die Küchen-Überlegungen gehen sogar noch einen Schritt weiter und es klingt für mich fast wie eine Verschwörungstheorie, wenn ich Ihren Worten lausche. Aber es klingt so logisch nachvollziehbar, somit lasse ich es als Gedankenanstoß gelten.  Meine Kollegin macht mir am Beispiel der fortlaufenden Trennung und Zerstückelung der Bevölkerung durch Grüppchen wie „Veganer vs. Fleisch-Liebhaber“, „Raucher vs. Nichtraucher“, „Homo vs. den-Rest-der-Welt“, „Single vs. Pärchen“, „30+ vs. Rest“, „Mann vs. Frau“, „Individualist vs. Individualist“ uuuuuuuuuuuuuund so weiter und so weiter, deutlich… dass wir kaum noch eine starke Einheit bilden und wir zu immer kleineren Grüppchen zerfallen. Sie weist auf die Gefahr hin, dass wir uns immer stärker voneinander abkapseln und uns damit schwach und angreifbar machen. Ist die Entscheidung einer Community beizutreten also der nächst logische Schritt? Sind Massen-Demonstrationen, Musik-Festivals und Vereine die Zukunft des Zusammenhalts? Sollen negative Nachrichten uns Angst machen und uns auseinander treiben, ja sogar aufeinander hetzen? Ist es wieder an der Zeit zu sagen: „Kommt zusammen, feiert zusammen, habt euch lieb!“ ?

PEACE and LOVE und nein ich habe keine geraucht, nichts getrunken… seit Monaten keinen Tropfen.

„Du hast keine Depressionen. Das Leben ist scheiße und jeder muss da durch, jeder.“ Ich habe in den letzten Monaten vielen Lebensgeschichten gelauscht und ja es waren verdammt harte Brocken dabei: viele Alkoholismus-Geschichten mit tödlichem Ende, Familiendramen, Krebs-Leiden und der alltägliche Gossip. Viele schweigen, fühlen sich zum schweigen verpflichtet und das zerfrisst einen innerlich und macht verbittert bis zur Einsamkeit. Dann glaubt man irgendwann keine Wahl mehr gehabt zu haben, weil man vergessen hat zu hoffen, zu glauben, zu sprechen, zu denken…

denke, fühle, Sinnemanie