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Das Böse im Interview

„Das Böse“ – Im Interview

(Dieser Beitrag wächst… und wird stetig aktualisiert mit Bücherlisten, Links, Fragen, Wortlisten)

Ich habe das Böse getroffen oder genauer ausgedrückt gleich eine ganze Herde verschiedenster Formen des Bösen und viele Fragen gestellt. Es war gegen Ende des Jahres und die Versammlung der Bösen traf sich zum großen Fressen. Wir saßen draußen auf der Terrasse und ein kalter Wind wehte, die Sonne war schon vor ein paar Stunden untergegangen…

„Was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten.“ (Mahatma Gandhi)

Madness
Madness

Wie würdest du dich am besten und umfassend beschreiben?

Ich liebe nicht oder nur oberflächlich und ohne Tiefgang. Man findet mich bei Rache, Eifersucht, Missgunst, Schadenfreude und Gewalt. Ich bin selbstverliebt, selbstsüchtig, selbstgefällig, egoistisch, egozentrisch, eitel, angeberisch, großspurig, aufgeblasen
arrogant, eingebildet, hochmütig, hochnäsig ,überlegen, großartig, wichtigtuerisch, größenwahnsinnig, verblendet, beliebt, attraktiv, kommunikativ, charmant, anmaßend, übertreibend, schillernd
kritisierend, abwertend, entwertend, ungeniert, rücksichtslos, ausbeuterisch, empfindlich, kränkbar, rachsüchtig, neidisch, unversöhnlich, gewissenlos, unsensibel, kränkend, neige zu Übertreibungen, lebe in Extremen, strebe nach Macht, bin herrschsüchtig, karrieresüchtig, strebe nach Luxus und Reichtum, sammle Statussymbole, habe überzogenes Anspruchsdenken, bin fordernd, durchsetzungsstark, manipulativ, suggerierend, kontrollierend, regulierend, verbessernd, habe ein starkes Bedürfnis nach Bewunderung, Lob und Anerkennung, bin willensstark, intelligent und schlagfertig. Ich verdränge und verleugne. Ich bin unfähig zur Selbstreflexion und Selbstdistanz, bin nach außen frei von Selbstzweifeln, unfähig zur Selbstironie, humorlos, unfähig zur Einsicht, zu Reue, zu Verhaltensänderungen, Persönlichkeitsentwicklung ist für mich ein Fremdwort.

Wovor hast du Angst?

Vor Ablehnung, zu enttäuschen, nicht genug zu sein, nur mittelmäßig zu sein und als beschränkt zu gelten,  Fehler zu machen, habe Angst vor dem Alter, vor dem Tod und davor verletzt zu werden, Einsamkeit, alleine sein. Ernste überindividuellen Themen wehre ich ab.

Was willst du, was brauchst du?

Aufmerksamkeit, Macht, Ansehen, „Liebe“, Bestätigung, Kontrolle, Reichtum, Sicherheit, Abenteuer, Spannung, Herausforderungen und Abwechslung, aber auch Struktur, Ordnung und Sauberkeit.
Ich brauche Menschen die ich unterdrücken kann, Menschen die mich bewundern, mir folgen, das tun was ich sage und loyal sind.

Was interessiert dich… nicht?

Ich habe keinerlei Hobbies oder Interessen, denn Weiterentwicklung bedeutet für mich Fehler machen. Deswegen lasse ich Menschen für mich arbeiten, so kann ich die Verantwortung von mir abwälzen.

Auf der anderen Seite kann ich schon fast besessen und zwanghaft einem Hobby nachgehen… oder meiner Sammelleidenschaft… um mein Gesamtkunstwerk zu vervollständigen gehe ich auf Jagd. Es gibt Hobbies die gehen über pure Leidenschaft hinaus, sie sind Sucht, Obsession, Drang… einziger Lebensinhalt und Ausdruck meines Seelenlebens.

Was gefällt dir an Misshandlungen, Mobbing und Massaker?

Manchmal bin ich getrieben von Neugier, manchmal ist es wie Luft rauslassen, manchmal fühle ich mich stärker wenn ich erniedrigen kann… manchmal füllt eine intensive, schreckliche Tat meine innerliche Leere auf, weil mich erst das Extreme wieder irgend etwas fühlen lässt.

Toxic
Toxic

Verbreitest du dich, bist du der neuste Trend?

Mich gab es schon immer, es ist auch nicht schlimmer geworden… die Menschen sind mehr geworden, die Nachrichten verbreiten sich in sekundenschnelle über den ganzen Globus…

Vergesst nicht die grausamen Foltermethoden alter Zeiten, Hexenjagd und alle Grausamkeiten die aus Unwissenheit und Dummheit begangen worden sind… in manchen Dingen sind wir nun schlauer und somit auch verständnisvoller und rücksichtsvoller geworden.

Bist du aggressiv, gelangweilt oder gewalttätig?

Ja… [Lacht laut…]

Hat „Aggression“ auch was gutes? Was ist „böse“? Hat das Böse auch was Gutes?

Ohne Widerstände, Missstände, Rückschläge und Gegner würde sich wohl kaum etwas entwickeln… EIN einfaches Beispiel sind Hacker, die auf Sicherheitslücken aufmerksam machen… zugegeben nicht alle tun das aus guten Absichten, wohl die wenigsten. Aber gerade beim Streit um Recht und Unrecht passiert viel Böses. Also… wer hat Recht… wo ist die Grenzen von Gut zu Böse und umgekehrt.

Was sind deine Motive?

Frustration, Konflikte, Ärger, Angst, Rache, Spaß…

Wie alt bist du?

Das Böse hat kein Alter… manch einer wird als „Arschloch“ geboren.

Welches Geschlecht hast du?

Hör auf in menschlichen Kategorien zu denken… es gibt nicht nur männlich und weiblich…  in dieser Abartigkeit Menschen zu kategorisieren liegt eine von vielen Ursachen warum Menschen zu bösen Taten verleitet werden.

Wer und was bist du?

Ich habe viele Namen… bin eine Erfindung der Menschheit, der Religion, eine Ausrede, der Teufel, Satan, die Hölle, der Krieg, der Dieb, der Drogendealer, Mafia-Boss, Betrüger, Lügner, der Dumme, Kapitalist, Diktator, Narzisst…

Bist du selbstbewusst?

Eine selbstbewusste Person braucht keine Macht, Geld, Anerkennung, ist unabhängig, frei im Denken… und somit frei von übertriebener Aggression…. so sagt es die Theorie. Ich das „Böse“ weiß gar nicht wer und was ich bin…. deswegen kann ich frei und gewissenlos handeln…

… und wenn ich ein Gewissen habe, dann handle ich aus Angst, Not, fressen oder gefressen werden oder Unwissenheit… es muss nicht immer bewusst böse sein.

Woher kommt die hohe Aggressivität?

Teilweise genetisch… Erziehung, Umwelteinflüsse, Ernährung, keine Auslastung…. Drogeneinfluss in Kombination mit labiler Psyche.

Warum läufst du Amok und bringst dich dann um?

Mein letzter Schrei nach Anerkennung… EINMAL nur im Mittelpunkt. Und mir wird ganz warm ums Herz bei der Vorstellung, dass man an meinem Grabe stehen wird und um mich weint.

Warum trittst du in Gruppen auf?

Weil das meine Macht besser zur Geltung bringt. Gleichgesinnte, meine Gruppe gibt mir Halt, den ich in der Familie oder in der fehlenden Familie nicht finden konnte.

Wie machst du aus friedfertigen Menschen „Serienmörder“?

Lust am Leid anderer…

Wo lebst du, arbeitest du?

Überall…

Was macht dich groß, wie bist du gewachsen?

Es hörte mir niemand zu…

Was magst du nicht?

Nähe… ist manchmal unerträglich…

Ich bin erfüllt von Hass…

Wie kann ich dich kontrollieren?

Durch körperliche Aktivitäten, Schreiee, Sport.

Gespräche und eine ruhige sachliche Unterhaltung, Austausch, faire Gleichbehandlung…

Eine gute Kindererziehung … Liebe, Wärme, Bestätigung aber auch das Setzen von Grenzen und verständlichen, nachvollziehbaren Regeln…. ich brauche Geborgenheit, Schutz… Vertrauen, vertrauen in meine Fähigkeiten, Hilfe, Zusammenhalt.

Hört auf mich zu mobben, mich vor der Gruppe oder mir wichtigen Menschen klein zu machen.

Sperrt mich nicht ein oder gebt mich komplett auf, sondern gebt mir die Chance es besser zu machen oder die Möglichkeit durch eine Therapie mich wieder in eine Gruppe oder Gemeinschaft zu integrieren. Gebt mir Rechte, Freiheiten und zeigt mir einen hoffnungsvollen Weg.

Baut Vorurteile ab durch Aufklärung und Bildung.  Erweitert meinen Horizont durch die Möglicheit des Reisens, Kunst, unzensierte Filme, Musik, frei zugängliches Wissen… für alle, barrierefrei…

Hast du Hobbies?

Ich interessiere mich nur für mich selbst, für Hobbies bleibt mir keine Zeit.

Bist du gern allein?

Nein, ich hasse es…ich hasse mich selbst… warum sollte ich also mot einer Person, mir selbst, Zeit verbringen… die ich abgrundtief hasse.

Liebst du dich selbst?

Offensichtlich nicht… aber man könnte es glauben, so arrogant wie ich rüberkomme.

Wie kann man dich besiegen?

Mit Freude, Glaube, Liebe Hoffnung, einem gesunden Selbstbewusstsein, Offenherzigkeit, Geduld, gute Erziehung, Zuhören, Menschen Ernst nehmen mit all ihren Sorgen, Ängsten und Problemen egal wie sehr sie auch vom eigenem Weltbild und der eigenen Meinung abweichen mögen, nicht verurteilen sondern verstehen, Gefühle zulassen, tolerant sein und auch negative Emotionen zulassen, lernen, lesen, geduldig sein mit sich und der Welt, nicht von sich auf andere schließen, verzeihen, mehr geben als nehmen, keine Erwartungen haben, mit höflich, anständig und liebevoll sein.

Aber ganz los werdet ihr mich nie, ich bin ein Teil der Welt. Wer hat mich eigentlich definiert, das ward doch ihr selbst!

Weitere Fragen folgen vielleicht, wenn ich noch fragen kann…

Quellen, Medien, Anregungen, Kunst zum Thema

  • sich-selbst-lieben-lernen.de
  • Scarface (Film aus dem Jahr 1983, Regie Brian De Palma, mit Hauptdarsteller Al Pacino als Antonio „Tony“ Montana)
  • „Psychologie der Aggression“ (von Hans-Peter Nolting)
  • „Schmerzgrenze: Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt“ (von Joachim Bauer)
  • „Konzept der Banalität des Bösen“ (von Hannah Arendts)
  • Arten des Narzissmus (umgang-mit-narzissten.de)
  • „Die Masken der Niedertracht: Seelische Gewalt im Alltag und wie man sich dagegen wehren kann“ (Marie-France Hirigoyen)
  • „Interview mit dem Tod“ (von Jürgen Domian)
  • „Die narzisstische Gesellschaft“ (von Hans-Joachim Maaz)
  • Narzissten und Psychopathen  Blog hartesbrot
  • AMNESTY INTERNATIONAL Non-Profit-Organisation, die sich weltweit für Menschenrechte einsetzt.
  • GEO kompakt / GEOkompakt mit DVD 49/2016 – Das Böse nebenan (Amazon Link)
  • stern Crime – Wahre Verbrechen. Wahre Geschichten.  Ein Magazin welches ausführlich über Kriminalfälle berichtet und die Hintergründe beleuchtet, so dass man so manche Tat auch besser nachvollziehen kann. In manchen Ausgaben kommen auch Polizisten, Autoren von Kriminalromanen, Gerichtsmediziner und ehemalige Kriminelle zu Wort die tief in die Psychologie „des Bösen“ eintauchen lassen.
  • CSI Vegas (Wikipedia) TV Serie größtenteils fiktiv, aber realistische Fälle und Einblicke in die menschliche Psyche von Opfer und Tätern, die Serie gibt eine Idee davon wie Vielfätig die Motive für Straftaten sein können und wie unterschiedlich Menschen ticken und welche skurrilen Hobbies und Interessen, Leidenschaften Menschen haben, welche sie meist verstecken müssen und nicht offen ausleben können
  • Die Recherchen gehen weiter…
Schubladendenken

Schubladendenken

Laut Duden bedeutet Schubladendenken sich an starren Kategorien zu orientierten, undifferenzierte und engstirnige Ansichten zu haben. Sehr allgemein gehaltene Regeln werden auf einen oder jeden Einzelfall ohne Ausnahme angewendet. Eine Vielzahl persönlicher Erfahrungen und Erlebnisse lassen im Kopf eine Schublade entstehen, in die jedes neue Erlebnis, neue Person, neue Erkenntnis einsortiert wird, weil es auf den ersten Blick Überschneidungen mit dem persönlichen Erfahrungsschatz zu geben scheint. Der persönliche Erfahrungsschatz wird als solches sehr gehütet und nur schwer lässt sich eine selbst ernannte „erfahrene Person“ überzeugen dass es sich hier vielleicht doch um eine Ausnahme handelt, vielleicht sogar eine Ausnahme von vielen Ausnahmen.

Die Welt braucht ihre Schubladen, um sich in Komplexität nicht zu verlieren, um nicht jedes mal wieder bei NULL anfangen zu müssen, nicht zum hundertsten male alles durchkauen zu müssen, wieder einen Kampf austragen zu müssen der schon längst gewonnen und entschieden war… Entscheidungen treffen kostet wertvolle Lebenszeit, mitunter Energie und immer wieder die gleichen Entscheidungen zu treffen ist nicht klug, nicht effizient. Jeder Programmierer schreibt am Anfang erst einmal un-effizienten Code, lernt die Grundlagen um diese schließlich dann doch immer wieder zu kopieren, bis er die Zusammenhänge verstanden hat und lernt Ähnlichkeiten in „Klassen“ (Regeln) zusammenzufassen und diese dann als Vorlage für neue Programme zu verwenden. Für den Laien mag dieses Beispiel nun sehr unverständlich klingen, der Spruch „Man muss das Rad ja nicht jedes mal neu erfinden.“ ist aber bekannt und erklärt genau das. Dieses Praxisbeispiel lässt sich auch auf andere Berufe und Lebensaufgaben übertragen, man muss aber wissen dass ich tatsächlich beruflich als Webdesigner in der Entwicklung arbeite… ich kann mir gerade vorstellen wie ich von einigen Lesern in eine oder mehrere Schublade(n) gesteckt werde. Ich Grüße euch werte Regalbauer. Darum versucht man aus angeblichen Fehlern zu lernen, fasst die Erkenntnisse in Regeln zusammen und baut sich somit ein ganz persönliches Navigationsprogramm durch das Leben zusammen, mit dem man in vielen Fällen wohl ans Ziel kommen mag, aber auch gerne mal in einer Sackgasse oder im Graben landet oder sogar gegen die Wand fährt, was mitunter tödlich enden kann. Es scheint also ratsam Schubladen regelmäßig zu entstauben, auszumisten und neu zu sortieren. Nicht immer muss ein neuer Schrank gekauft werden. Im Alter, man hat nun schon ein paar Umzüge im Hirn mitmachen müssen, kann das Umdenken mitunter schwer fallen, man wollte vielleicht sesshaft werden oder schafft es vor lauter Altersmüdigkeit nicht mehr. Das alte Menschen sturr sind, ist aber auch nur eine Schublade… man darf hier gerne mal hinterfragen wieso sie es sind und den Umstand dann gelassen akzeptieren.

Etwas größer gedacht… Juristen, Wissenschaftler, Politiker, erfahrene Führungspersonen, Professoren, Lehrer, Geistige, Ordnungshüter denken sich nun Regeln und  Leitsätze aus, alles kleine oder auch große Schubladen, die Gruppen von Menschen ein friedliches Zusammensein ermöglichen sollen. Menschen haben dann mehr Zeit für „die wirklich wichtigen Dinge im Leben“ (die da wären?). Menschen haben individuelle Stärken, Schwächen, Leidenschaften, Denkweisen, Erfahrungen… Gesetze und Regeln sind ein Kompromiss  auf denen sich in einer (hoffentlich und meistens) demokratischen Abstimmung oder aufgrund logischer Schlussfolgerungen, Gruppen von Menschen geeinigt haben. Der Duden beschreibt das Wort „Regel“ unter anderem als eine “ fast ausnahmslos geübte Gewohnheit“, die Betonung liegt hier auf dem Wort „fast“ und lässt somit ein „Nachfragen“ und die Möglichkeit von Ausnahmen zu. Auch hat das Wort „Gewohnheit“ hat einen üblen Beigeschmack. Die Gesellschaft war es gewohnt, es galt schon fast als Norm, dass Frauen die Hausarbeit machten, die Kinder hüteten und sonst nicht viel zu sagen hatten. In einigen Kuturkreisen oder Familien ist das bis heute noch eine „Gewohnheit“.
Welche Schubladen wurden mir in den letzten Tagen geöffnet… Frauen stehen immer auf böse Jungs,  exotisch aussehende Menschen sind Ausländer, junge Frauen aus dem Osten sind alle blöd, dicke Männer faul, Ossis sind Jammerlappen, Berliner unfreundlich, Südländer untreu und beziehungsunfähig, Menschen ohne Abitur oder Studium weniger schlau, wer dich kritisiert ist dein Feind und will dir was böses, schlechte Hausfrauen sind schlechte Mütter… die  Liste von gefährlichen, weit verbreiteten Schubladen kann lang werden, ich bin auf Entdeckungstour und hoffe auch in meinem Schrank etwas aufräumen zu können.

Schubladen und Denkmuster können dir wie ein im Sturm umgestürzter Baum auf der Straße im Weg stehen… sie versperren dir den Weg zur Freiheit… beim Reisen, bei der Begegnung mit netten Menschen, in der Beziehung, beim Lernen neuer Fähigkeiten, beim Ausprobieren neuer Speisen, beim Kennenlernen neuer Kulturen, beim Spaß haben, beim Lieben, beim glücklich sein…

Und was wollen wir denn alle?  Wir streben nach Glück und Freiheit… naja nicht alle, aber viele… auch nur eine Schublade zu glauben, alle Menschen wollen glücklich und frei sein. Es mag für manch einen außerhalb der Vorstellungskraft liegen, aber es gibt Menschen die gerne traurig sind, es genießen Regeln zu folgen, sich zu unterwerfen… all diese Dinge kann man auch intensiv, leidenschaftlich ausleben und zulassen ohne sich selbst zu zerstören oder sogar aufgeben zu müssen, nicht hinter jedem Ordnungsliebhaber steckt ein Fanatist oder zwanghafter Mensch. Und mal ehrlich… wie oft unterwerfen wir uns aus Faulheit, aus Lust, aus Mangel an Zeit, aus Mangel an Wissen… bei einer gerechten Aufgabenverteilung, im komplexen Programm Leben, Gesellschaft, Planet Erde klingt das für mich gar nicht mehr so verwerflich sich auch mal „treiben“ zu lassen und nicht alles zu 100% selbst zu bestimmen. Folge nicht blind, aber hinterfrage auch nicht jedes Detail paranoid… gesunde Mischung, das Maß an Vertrauen finden, sich auf eine Gruppe verlassen, sich auf einen Menschen ein- und verlassen. Ist das schwer? Manchmal schon…

Wie Ihr gelesen habt, ist in diesem kleinen Aufsatz viel „hätte, vielleicht, könnte, scheinbar“ usw. … das mag unsicher klingen. Ich habe mal gehört, nur einer dummer Mensch würde behaupten dass er alles weiß und kann. „Ich weiß dass ich nichts weiß.“ (WikiPedia Artikel) Und diesen Gedanken galt es hier noch einmal in einer umfangreicheren Version rüberzubringen.
Vielen Dank fürs Lesen, *Knicks“

XXX Sinnemanie

externe Quellen, weiterführende Informationen, Gedanken

  • If Black People Said The Stuff White People Say | YouTube
    What kind of Asian are you? | YouTube
    If White People Thought About Race Like People Of Color | YouTube
    Diese Videos schickte mir eine Freundin, die ich fragte woher sie ursprünglich käme als ich sie das erste mal traf. Sie hat sehr schwarzes, glänzendes Haar, dunkle Augen, hellbraune Haut und spricht mit einem leichten Akzent, den ich damals aber nicht zuordnen konnte. Wir sprachen über den alltäglichen, „kleinen“ Rassismus, der mit eben solchen naiven Fragen beim Kennenlernen schon anfängt. Eine Schuld der ich mir bis dato auch nie bewusst war.
  • Film: „Besser geht’s nicht“ mit Jack Nicholson (Regie James L. Brooks)
  • Film: „König von Deutschland“ mit Olli Dittrich
    Die Gesellschaftssatire beschreibt Thomas Müller als DEN „Durchschnittsdeutschen“, der zunächst als Marktforschungsobjekt missbraucht wird, um schließlich über seinen eigenen Grenzen hinauszuwachsen…

 

Antalya Februar 2016

Meine drei wichtigsten Fragen an einen Fremden

Was bringt Menschen zusammen und was hält sie zusammen? Menschen mit gemeinsamen Hobbies, Interessen und Leidenschaften haben sich immer etwas zu erzählen, sie können sich zusammen beschäftigen und sich gegenseitig begeistern, motivieren, inspirieren.  Auf der Suche nach Menschen die einen „glücklich machen“ hilft es sicherlich den Kompass auf gemeinsame Hobbies, Interessen und Leidenschaften auszurichten, sich also mit Menschen zu umgeben, die zu einem passen, ähnliche oder gleiche Ziele haben. Menschen ohne Ziele, Träume, Visionen, Schaffenskraft, Hobbies, Interessen und Leidenschaften leiden unter chronischer Langeweile und hängen stundenlang vor dem Smartphone und scrollen, während die Welt nicht mitscrollt, verdummt und einige wenige Gierhälse sich auf der blauen Kugel austoben wie in einem sinn-freien Ballerspiel, nur dass sie ECHTEN Schaden anrichten. Der Kampf gegen Langweile und ungesunde Ausgeglichenheit sei somit eröffnet. Hören wir nicht auf Augen-öffnende Fragen zu stellen, wach zu sein, aktiv zu sein. Lass uns kämpfen, nicht mit Atombomben, Maschinengewehren, blanker Gewalt oder Hass, sondern mit den Waffen der Kreativität, Wissen, Kommunikation, Respekt… wenn alle mitmachen ist der „Krieg“ schon gewonnen… Anbrüllen und körperlich entkräften kann übrigens auch eine nette Freizeitbeschäftigung sein,vielleicht ersetzen die Olympischen Spiele so manchen Krieg. Boxen anstatt schießen, kickern statt ballern, Poetry-Slam anstatt debattieren…

Was machst du in deiner Freizeit, hast du Hobbies?

  • Fahrradfahren
  • Schwimmen
  • Joggen
  • Malen/Zeichen (Manga, Aquarell, Seidenmalerei, Comics, Portrait, Bleistiftzeichung, Tafelkreiden, Typography)
  • Kochen
  • Backen
  • Schneidern
  • Kiten
  • Handwerken (mit Holz, Schmieden, Möbel, Uhren, Musikinstrumente bauen)
  • Fotografie
  • Skaten
  • Singen (in einer Band, im Chor, alleine)
  • Tanzen (Flamenco, Karneval, Ballet, Salsa, Disco, HipHop, Jazzdance, Walzer, etc.)
  • Handarbeit (Stricken, Häkeln, Basteln mit Papier, Nähen, …)
  • Reisen und Reisen planen
  • Briefmarken sammeln
  • Spielzeug sammeln
  • Gedichte schreiben
  • Romane schreiben
  • Yoga, Meditation
  • Theater
  • Geschichten erzählen

Was interessiert dich?

  • Politik
  • Umweltschutz
  • Tierwelt
  • Pflanzenwelt
  • Insekten
  • Weltraum
  • Menschen (Philosophie, Psychologie, Anthropologie, …)
  • Geschichte (Urzeit, Mittelalter, Neuzeit, Altes Rom, Asien, Amerika, Europa, Griechische Geschichte)
  • Literatur
  • Musik
  • Kunst (Film, Malerei, Bilderhauerei, …)
  • Architektur
  • Sport
  • Tourismus
  • Mode
  • Sprachen
  • Kulturen, Länder
  • Marketing, Werbung

Für was hast du eine Leidenschaft?

  • Essen (Schokolade, Fleisch, Fisch, Asiatische Küche)
  • Sex
  • Gerüche
  • schöne Stimmen
  • Mode
  • Blumen
  • Sammeln
  • Frauen 😉
  • Technik
  • Bücher

Quellen und externe Verweise